Begegnungen mit JesusBibel

Begegnungen mit Jesus, Muttertag & Bloggeburtstag

Da treffen drei ganz unterschiedliche Emotionen aufeinander und ich überlege schon den ganzen Tag, wie diese zusammen passen…


Muttertag & Bloggeburtstag

Wie ich zu Muttertag stehe, könnt ihr in meinem allerersten Beitrag Muttertag – zwischen Frust und Freude wird ein Blog geboren nachlesen. Dort erfahrt ihr auch wie und warum dieser Blog entstanden ist. Ich bin wirklich sehr dankbar für das letzte Jahr und freue mich natürlich auch über euer Feedback. Ich behaupte auch gar nicht, dass mich Besucherzahlen oder „gefällt mir“ Klicks nicht interessieren, doch wenn ich mich wirklich frage, warum ich das hier mache, dann komme ich immer wieder an einem Punkt aus:


Begegnungen mit Jesus

Davon berichte ich wirklich gerne, denn ich bin nun mal Lehrerin mit jeder Faser meines Lebens und was ich gelernt habe, kann ich einfach nicht für mich behalten. Geht nicht. Unmöglich. Mein erklärtes Ziel für diesen Blog ist es also, dir Gedankenanstöße zu geben und dich mit meinen Erfahrungen zu deinen eigenen Begegnungen mit Jesus zu ermutigen.

Warum sage ich „ermutigen“? Muss man vor Jesus etwa Angst haben? Das will ich damit nicht ausdrücken, trotzdem weiß ich, dass wir Menschen uns oft vor der Wahrheit oder vor Veränderung fürchten. Doch Jesus IST die Wahrheit und so können wir ihm eben nur wirklich begegnen, wenn wir bereit sind, der Wahrheit ins Auge zu sehen. Deswegen ermutigen, denn niemand hat gesagt, dass das einfach ist!

Gerade das Thema Muttertag war bei mir so lange ein Tabuthema; es war einfach zu schmerzhaft, darüber nachzudenken oder zu reden. Auch als Christ, der Jesus vertraut und weiß, dass Gott gut ist, war es mir lieber, dieses Thema zu umschiffen und über andere Dinge nachzudenken. Die Auswahl war ja auch groß genug. Heute weiß ich, Jesus wollte mir die ganze Zeit auch in diesem einen Punkt begegnen, aber er hat sich nicht aufgedrängt sondern geduldig gewartet, bis ich das auch wollte.

Unbewusst habe ich sicherlich immer noch Tabuthemen, aber ich habe keine Angst mehr vor der Wahrheit, weil ich erfahren habe, dass die Wahrheit in Form von Jesus Christus gnädig, demütig, liebevoll und heilsam ist. Deswegen ist eins meiner häufigen Gebete im Moment: „Jesus, wir können über alles reden, auch die Dinge, von denen ich noch gar nicht weiß, dass wir drüber sprechen müssen.“


Begegnungen mit Jesus – Die gekrümmte Frau

Wir befinden uns ja in der Serie „Begegnungen mit Jesus“ und diese Geschichte fügt sich heute einfach wunderbar ein:

[Jesus] lehrte aber in einer der Synagogen am Sabbat. Und siehe, da war eine Frau, die seit 18 Jahren einen Geist der Krankheit hatte, und sie war verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten.  Als nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit! Und er legte ihr die Hände auf, und sie wurde sogleich wieder gerade und pries Gott. (Lukas 13,10-13)

 

In diesen wenigen Versen kann man viel sehen, z.B.  dass Jesus Vollmacht über Krankheit hat oder, dass er sich nicht von Sabbatregeln bevormunden lässt, wenn es darum geht, Menschen zu heilen. Was mir aber besonders ins Auge sticht, ist die Initiative, die hier von Jesus ausgeht. In den vorigen Begegnungen war es oft so, dass die Menschen, die Heilung brauchten, auf Jesus zugekommen sind und dafür auch viel riskiert haben. Hier allerdings sieht Jesus die Frau und lädt sie voller Erbarmen zu sich ein („er rief sie zu sich“). Die Frau war nicht mit der Absicht dort, an einem Sabbat geheilt zu werden, sie ging einfach nur zum Tempel, trotz ihrer Krankheit. Doch Jesus sah sie!

Natürlich musste die Frau seinem Ruf auch folgen und zulassen, dass er ihr die Hände auflegte und sie einmal mehr mit ihrer Krankheit konfrontierte. Doch danach war sie geheilt und konnte wieder aufrecht gehen.

Das bringt mich zum zweiten Bild, dass ich in diesen Versen sehe. Es handelt sich hier nicht um eine „normale“ Behinderung sondern um einen Geist der Krankheit, der sie gebunden hielt und sie verkrümmte. Mir fallen ungefähr 1000 Dinge ein, die uns in unserem Leben als Christ genauso gefangen halten und mit hängenden Schultern durchs Leben gehen lassen: Schuldgefühle, dunkle Geheimnisse, Lügen, traumatische Erinnerungen, Zerbruch…

Ich will nicht sagen, dass das alles schnell und einfach mit einem Gebet abgehandelt ist, aber ich glaube ganz fest daran, dass Jesus derjenige ist, der wahre Heilung bringen kann. Wer wie diese Frau mit hängenden Schultern zu Jesus gerufen wird und sich dieser Wahrheit stellt, wird anschließend wieder erhobenen Hauptes durchs Leben gehen können.

 

[Der HERR] heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. (Psalm 147,3)

 

Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. (Joh 1,17)

 

Wisst ihr, was Gott heute sucht? Er sucht Leute, die schlicht und einfach – ehrlich sind. So ehrlich, dass es wehtut. […] Er sucht Menschen, die sich und anderen nichts vormachen, Menschen, die keine Schauspieler sind […] (A.W. Tozer)1

 

Zum Nachdenken:

  • Habe ich Tabuthemen bei Jesus oder darf er mit mir über alles reden?
  • Welche Dinge halten mich „gekrümmt“ und welchen Wahrheiten traue ich mich noch nicht ins Auge zu sehen?
  • Auf welche Herausforderungen, Schwächen oder Fehler kann ich heute erhobenen Hauptes zurückblicken, weil ich weiß, dass Jesus mir vergeben und mich angenommen hat?

 

Begegnungen mit Jesus – Die Fischer
Begegnungen mit Jesus – Der Gelähmte
Begegnungen mit Jesus – Die Sünderin
Begegnungen mit Jesus – Nur den Saum deines Gewandes

 

Quellen:
1Tozer, Aiden W. Gegründet im Wort, brennend im Geist. Übers. Dr. Friedmann Lux. Hünfeld: CMD, 2010, S.81.

Bibeltext der Schlachter Übersetzung
Copyright © Genfer Bibelgesellschaft, CH-1204 Genf,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere