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Erhörte Gebete – Manchmal ist man selbst die Antwort

Sarah* ist eine zielstrebige und gewissenhafte Frau. Schon in der Schule war ihr klar, wen sie heiraten würde, was sie studieren und wo sie arbeiten wollte. Manchmal nahm das Leben Umwege, aber durch die ließ sie sich auch nicht aus der Bahn werfen, sondern blieb ihrem Kurs treu und verwirklichte nach und nach ihre Träume – oder kam ihnen zumindest einen Schritt näher.

So heiratete Sarah einen wunderbaren Mann, der ihren Glauben teilte und sie auch sonst prima ergänzte. Sie hatten ein gutes Fundament, teilten ähnliche Ansichten und Werte und beiden war klar, sie wollten ein gottgefälliges Leben führen, persönlich aber auch als Ehepaar.

Für Sarah war also klar, dass nun eine neue Ära anbrechen würde, denn fortan sollte ihr Mann das Haupt der Familie sein. Leider fällt es uns Menschen nicht so leicht, von heute auf morgen aus unserer Haut und alten Mustern herauszukommen. Für sie, als verantwortungsbewusste und selbständige Frau, war es nicht leicht, auch mal die Kontrolle abzugeben. Ebenso braucht es für jemanden, der bisher nur für sich selbst verantwortlich war, eine gewisse Zeit, in eine neue Position hineinzuwachsen.

Der Frust war vorprogrammiert. Es fielen Sätze wie „Wenn ich es nicht erledige, macht es keiner, dabei ist das eigentlich nicht meine Aufgabe“ oder „Ich hab schon zehn mal gesagt, das wird nicht klappen“. Es war ein klassischer Teufelskreis aus „Du machst ja nicht“ und „Du lässt mich ja nicht“, den wir sicherlich alle kennen.

Doch Sarah hatte Gott einmal gesagt, sie wolle sich von ihm verändern lassen. Sie meinte das ernst und Gott lässt sich so etwas für gewöhnlich nicht zweimal sagen. Sarah betete für Veränderung in ihrer Ehe und merkte erst gar nicht, dass die größte Veränderung bei ihr selbst und ihn ihrer Perspektive stattfand. „Beten statt meckern“ war ihr neues Motto.

Mit der Zeit bemerkten auch Sarahs Freunde eine Veränderung und begannen, sie danach zu fragen. Sicherlich durfte Gott in beiden wirken, doch Sarahs Fazit möchte ich euch allen mit auf den Weg geben:

„Ich habe bemerkt, es macht mir tatsächlich mehr Spaß jemanden zu bewundern, als ihn fertig zu machen.“

Ob du nun verheiratet bist oder nicht und egal, ob in deiner Ehe alles prima ist oder nicht, diese Perspektive können wir eigentlich alle gebrauchen. In Römer 2,4b beschreibt Paulus auch genau dieses Problem:

Begreifst du nicht, dass Gottes Güte dich zur Umkehr bringen will?

Es ist Gottes Güte, die uns zu Umkehr bringt und trotzdem denken wir Menschen oft, dass wir doch etwas mehr „Nachdruck“ brauchen, damit sich etwas ändert. In Sarahs Fall hat sich sehr viel geändert, doch die Antwort auf ihr Gebet lag tatsächlich bei ihr selbst und in ihrer Sichtweise.

Manchmal bewegt Gott Dinge, wenn wir beten, doch oft bewegt er zuallererst den Beter selbst. Allerdings nur, wenn wir das auch zulassen.

Hat Gott deine Einverständniserklärung, dich verändern zu dürfen?

*Name geändert!
Dieser Beitrag ist Teil einer Reihe von wahren Geschichten über erhörte Gebete. Vorherige Beiträge findet ihr hier:

Erhörte Gebete – Manchmal schneller als man denkt
Erhörte Gebete – Manchmal besser als erwartet

 

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