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Erhörte Gebete – Manchmal besser als erwartet

Im Beitrag Erhörte Gebete – Manchmal schneller als man denkt  habe ich von einem Beispiel berichtet, welches den Vers „Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet“ (Mt 6,8b) wunderbar beschreibt. Heute erzähle ich euch von einer Gebetserhörung, die erst einmal völlig unbemerkt blieb, weil sie jegliche Vorstellungen übertraf.

Vor etwa einem Jahr lebte Kim mit ihrem Mann in einer Etagenwohnung in der Innenstadt. Parkplätze waren natürlich Mangelware, doch glücklicherweise konnten sie einen nahegelegenen Stellplatz neben einer Kirche mieten.

Eines Tages hörte sie ein Gerücht, dass an der Kirche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden sollten und dafür die Stellplätze benötigt würden. Das ganze war auch keine schnelle Sache, sondern sollte sich über Monate ziehen.

Panik!

Es war schon Spätherbst; es war dunkel; es war kalt; es gab sowieso schon weit und breit nicht genügend bezahlbare Parkplätze. Kim bat uns also, für ihr Parkplatzproblem zu beten, auch wenn es ja bisher nur ein Gerücht war und sie noch nicht wusste, wann es losgehen sollte.

Wir beteten.

Ein paar Tage später flatterte die schriftliche Bestätigung ins Haus, mit der Aufforderung den Stellplatz bis zu einem genannten Datum zu räumen.

Enttäuschung.

Wir beteten weiter und Kim begann einen endlosen Telefonmarathon. Irgendjemand musste doch einen Parkplatz vermieten. Selbst wenn es nur eine Einfahrt oder ein Firmen- oder Praxisparkplatz sei, den sie außerhalb der Öffnungszeiten nutzen könnte… Nichts. Das einzige Angebot war für eine Tiefgarage, dreimal das geplante Budget und einen guten Fußmarsch von der Wohnung entfernt. Es war aussichtslos und der Tag des Ultimatums nahte.

Letztendlich musste Kim ihren Parkplatz ohne adäquaten Ersatz räumen und darauf vertrauen, dass sie Tag für Tag nach der Arbeit etwas finden würde. So vergingen tatsächlich einige Wochen und es sah so aus, als hätte Gott unser Gebet ignoriert oder mit nein beantwortet.

Allerdings dachte da auch keiner mehr wirklich drüber nach, denn relativ gleichzeitig zum verlorenen Parkplatz erhielt das Ehepaar unerwartet das Angebot, in ein Haus in einer ländlicheren Gegend zu ziehen – deutlich näher an Freunden und Gemeinde und mit Garage und Stellplatz!

Der Umzug fand dann auch relativ zeitnah statt, zumindest weit vor der Beendung der Sanierungsmaßnahmen an der Kirche. Den Zusammenhang hatte zuerst auch niemand gesehen, weil diese Antwort wirklich alle Vorstellungen übertroffen hat, aber ich muss schon sagen: Das Parkplatzproblem hat Gott wirklich sehr kreativ gelöst!

Das macht doch Mut, Gott wirklich zu vertrauen, dass er weiß, was wir brauchen. Ein Stellplatz in einer überfüllten Innenstadt scheint ein wirklich wichtiges Anliegen zu sein, bis Gott mit einem neuen Haus und Platz für einen ganzen Fuhrpark um die Ecke kommt. Ich kann die Enttäuschungen der einzelnen Etappen verstehen aber irgendwie verblasse sie, wenn man es rückwirkend betrachtet.

„Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung ist, noch eines Wechsels Schatten.“ Jakobus 1,17

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