Bibel

Ist Gott gerecht? (Teil I)

Fragst du dich auch manchmal, warum gewisse Leute scheinbar mit allem ungestraft davon kommen? Wunderst du dich dann auch über Gottes Gerechtigkeit und fragst dich, warum er das zulässt? Weiß Gott eigetlich, was er tut? Geht es dir auch so, dass du einige Dinge schlichtweg unfair findest? Wilkommen im Club.

Heute – Trommelwirbel – gibt es eine Premiere: Den ersten Gastbeitrag. Es geht um das Gleichnis vom Unkraut.

 

Heute gibt es eine kleine Ermutigung, falls ihr euch (wie ich) hin und wieder einmal ungerecht behandelt fühlt, oder aber Ungerechtigkeit seht und nichts daran ändern könnt.

Jesus sagt in Matthäus 13,24-30:
Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut. Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die Knechte zu ihm: Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen? Er aber sprach: Nein!, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt. Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

Ich wurde heute in meiner Bibellese an dieses Gleichnis erinnert und fand Jesu Worte sehr ermutigend. Er sagt zwar, dass seine Kinder mit denen des Feindes bis zur Ernte gemeinsam wachsen und dementsprechend auch Ungerechtigkeiten aushalten müssen, er am Ende aber selbst für Gerechtigkeit sorgen wird.

Echt beruhigend, wenn Jesus das so klar und deutlich zu uns sagt.  

Leider schützt es uns nicht vor Ungerechtigkeit – die müssen wir wohl oder übel aushalten. Doch so wertvoll zu sein, dass Gott lieber auch das Böse mitwachsen lässt, als nur einen guten Zweig zu beschädigen oder sogar versehentlich auszureißen, ist einfach eine riesige Wertschätzung. Der Sieg am Ende ist sowieso indiskutabel, er kommt ohne jeglichen Zweifel!

So will ich mich dadurch ermutigen lassen: Gott hat gesagt, es gibt Böses und Ungerechtes in dieser Welt, doch die Gerechten werden zu ihm gesammelt werden. Wir müssen also nicht selbst für Gerechtigkeit sorgen. Das macht er.

Jesus selbst deutet dieses Gleichnis übrigens wie folgt:
Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen. Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen. Der Feind, der es sät, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Weltzeit; die Schnitter sind die Engel. Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit. Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre! (Matt 13,37-43)

 von: Bella Berg

 

Beim nächsten Mal sehen wir uns an, wer eigentlich die Begriffe „gerecht“ und „ungerecht“ definiert.
-> Ist Gott gerecht? (Teil II)

 

Bibeltext der Schlachter Übersetzung
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