Alltägliches

Kennst du mich?

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Stell dir vor, dein Mann (oder deine Frau oder beste Freundin) überrascht dich mit einem spontanen Wochenendurlaub. Er hat die Reise organisiert, Hotels gebucht, deinen Koffer gepackt, Aktivitäten geplant, die Kinder oder Haustiere untergebracht und dir ein Lunchpaket und Urlaubslektüre eingepackt. Es wurde alles für dich geplant, du musst nichts mehr machen, nur noch einsteigen und genießen.

Und jetzt stell dir vor, der Nachbar, der letzte Woche 3 Häuser weiter eingezogen ist, dem du einmal auf der Straße begegnet bist, hätte diese Reise geplant… Es gibt sicher den einen oder anderen, der das jetzt als Abenteuer sieht, aber ich würde mich sicherer fühlen, wenn jemand meinen Koffer packt, der mich wirklich kennt – jemand der mit mir vertraut ist und dem ich vertraue.

In Psalm 139,1-4 beschreibt David einen Gott, der uns genau so und noch viel besser kennt, als es irgendein Mensch je könnte:

„Herr, du erforschst mich und kennst mich! Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut mit allen meinen Wegen; ja, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht völlig wüßtest.“

Bei dem neuen Nachbarn würde es mich sicher beängstigen oder beschämen, wenn
er so viel über mich wüsste. Aber bei meiner Familie oder im engen Freundeskreis würde es mir schon etwas weniger ausmachen. Warum? Weil wir eine Beziehung aufgebaut haben und ich weiß, dass sie mich so kennen, wie ich wirklich bin und zu mir stehen.

Es tut so gut zu wissen, dass Gott uns in- und auswendig kennt und trotzdem liebt.
Es tut gut, sich nicht verstellen zu müssen um Ihm zu gefallen, denn Er durchschaut mich ja sowieso. Es tut gut zu wissen, dass egal wie dumm ich mich anstelle, Er zu mir hält und zu mir steht.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch… Stopp!

Ist das wirklich schon alles? Reicht es mir, dass Jesus mich kennt, mich liebt und mir vergibt? Neulich in einer Unterhaltung sagte jemand zu mir: „Ich will mich einfach nicht damit begnügen, dass Jesus mich kennt und liebt. Ich will Ihn auch kennen!“

Irgendwie so nachvollziehbare aber doch herausfordernde Worte… Was tue ich denn, um ihn besser kennenzulernen? Wenn ich Zeit mit Ihm verbringe, reden wir dann über Ihn oder über mich? Dass Gott meine Vorlieben kennt ist mir bewusst, aber habe ich ihn jemals nach Seinen gefragt?

Ich wünsche euch vielmehr, dass ihr in eurem Leben immer mehr die unverdiente Liebe unseres Herrn und Retters Jesus Christus erfahrt und ihn immer besser kennen lernt. Denn ihm allein gehört alle Ehre – jetzt und in Ewigkeit! Amen. (2.Petrus 3,18, HFA)

 

 

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