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Lebe Deine Träume

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Das war das Zitat, was ich mir 2001 für die Abi Zeitschrift als Lebensmotto ausgesucht habe. Und  weil ich kein Freund von schönen Worten aber leeren Floskeln bin, habe ich das doch gleich in die Tat umgesetzt und bin für ein Jahr nach Amerika gegangen. Von den drei Monaten, die ich von unglaublichem Heimweh geplagt wurde mal abgesehen, war wirklich ein Traum wahr geworden. Kaum jemand hatte mir zugetraut, dass ich es tatsächlich mache. Aber ich habe allen bewiesen, dass ich mich durchbeißen kann und dass „Lebe Deine Träume“ sehr wohl möglich ist.

Damals kannte ich Jesus nicht und war mir nicht einmal sicher, ob überhaupt ein Gott existiert. Heute kann ich sagen, dass Gott diese Träume, die ich damals hatte, von vorne bis hinten geführt hat und sehr viele positive Dinge daraus entstanden sind. Ich habe Menschen kennengelernt, die mich sehr geprägt haben und was noch viel wichtiger ist, durch sie habe ich Jesus kennengelernt. Das war ehrlich gesagt nicht Teil meines Traums… Nein, viel besser, aber woher hätte ich das wissen sollen?

Knapp 15 Jahre später schreibt eine Freundin, die mir damals ein großes Glaubensvorbild war, einen Blogpost mit der Überschrift „Wenn Träume sterben“. Sie berichtet, wie sie als studierte Grundschullehrerin davon träumte, eine eigene Familie zu gründen und ihr Wissen beim „homeschooling“ umzusetzen. Damit begann eine Zeit des Betens und Wartens, in der einfach nichts passierte. Nach 7 Jahren konnten sie und ihr Mann dann schließlich 2 äthiopische Kinder adoptieren und nach Hause bringen. Ein weiterer kleiner Schritt in Richtung ihres Traums. Als die Kinder dann endlich das Schulalter erreichten, stellte sich heraus, dass diese Kinder für homeschooling einfach nicht gemacht waren. Es herrschte Chaos und Unzufriedenheit von allen Seiten und und nichts lief so, wie sie es sich ausgemalt hatte. Wenn Träume sterben…

…hat Gott die perfekte Gelegenheit sich selbst zu verherrlichen! Besagte Freundin hat 2 sehr glücklicher Kinder, die jetzt eine staatliche Schule besuchen und nach einer weiteren Zeit des Betens und Wartens hat sie ein Schreibtalent entdeckt, von dem sie bislang nicht wusste. Nun nutzt sie ihre Erfahrung als Lehrerin, als Mutter, als Mutter von adoptierten Kindern, als Mutter von ausländischen Kindern und die Erfahrungen, die sie in den langen Wartezeiten gemacht hat, um Kinderbücher zu schreiben. Wenn unsere Träume sterben, kann Gott uns die Augen öffnen, seine zu erkennen.

Manchmal lassen sich meine Träume mit Gottes Träumen vereinbaren und manchmal nicht. Bin ich dann bereit ihm meine zu geben und seine zu leben? Und was mache ich in der Zeit bevor ich erkenne, ob es sein Traum oder meiner ist? Für mich ist das weniger eine Frage von Träume aufgeben sondern eher von loslassen und vertrauen. Und weil ich weiß, dass mein Gott gute Absichten hat, kann ich ihn sogar in der Zeit des Wartens preisen, dafür dass er meine Träume wahr werden lässt oder sie durch seine ersetzt. Heute würde ich mein Motto eher so formulieren: „Lebe Deine Träume! Gib Gott Deine Träume und lebe seine!“

Natürlich gelingt mir das immer auf Anhieb… Naja, schön wärs. Manchmal merke ich erst wie sehr ich klammere, wenn meine Hände weh tun. Nein, das erscheint mir weder einfach noch fair. Trotzdem ist es mein Ziel, denn Gott weiß, was er tut.

Vertraue auf den Herrn und tue Gutes, wohne im Land und übe Treue;  und habe Deine Lust am Herrn, so wird er Dir geben, was Dein Herz begehrt! Befiehl dem Herrn Deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen. Psalm 37:3-5

 

 

Bibeltext der Schlachter Übersetzung
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