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Ostern – Was mir die Auferstehung bedeutet

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Jesus ist auferstanden und das war eine sehr eindrückliche Demonstration der Macht Gottes. Doch ist das alles oder bedeutet die Auferstehung noch mehr?

Was würdest du sagen, wenn ich dir erzähle, dass ich mit zwei Präsidentschaftskandidaten der USA per du bin? Also so richtig mit Vornamen und zu Hause zum Kaffeetrinken eingeladen und so. Keiner von beiden hat die Wahl gewonnen, doch einer ist amtierender Senator eines Bundesstaates. Also so richtige echte Politiker mit Einfluss. Das ist übrigens kein Witz, allerdings bin ich völlig ohne Wissen und eigenen Beitrag in diese Bekanntschaft geraten und deswegen bilde ich mir darauf jetzt auch nichts ein.

Als 18-Jährige habe ich mich um eine AuPair Stelle beworben und hatte auch schon mit mehreren Familien telefoniert. Haben wollte mich allerdings keiner. So strich Woche für Woche ins Land und ich dachte schon, ich sei irgendwie Ausschussware und werde nie jemanden finden. Dann meldete sich doch noch eine Familie bei mir und sie wollten mich wirklich haben! Ja und diese Gastmutter hatte nun einmal einen berühmten Vater und Bruder. Manchmal finde ich es lustig, dass ich diese Männer eben genau als das kennengelernt habe, als Vater und Bruder und nicht als Politiker.

Warum erzähle ich dir das alles? Weil mir, als ich an die Bedeutung der Auferstehung dachte, dieses Beispiel in den Sinn kam. Jesus ist nicht nur auferstanden um Gottes Sieg über den Tod zu demonstrieren sondern um seinen Platz neben dem Vater einzunehmen und für uns einzutreten.

 

Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott [ist es doch], der rechtfertigt! Wer will verurteilen? Christus [ist es doch], der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt! (Römer 8, 33-34)

 

Wir haben also kein totes Idol oder eine Lebensphilosophie sondern einen lebendigen Vertreter, der seinen Platz zur Rechten des Allmächtigen Gottes eingenommen hat. Wow, was für eine Ehre. Und das coole ist, Jesus ist aber nicht nur entfernter Vertreter (oder in meinem Beispiel Senator) sondern ich kenne ihn genauso persönlich, wie meine Politiker Bekannten in den USA.

Das lustige ist, die Freudschaft mit Jesus habe ich mir genauso wenig erarbeitet wie die mit meiner Gastfamilie. In beiden Fällen wurde ich einfach ausgesucht und habe eingewilligt. Deswegen bin ich auch nicht der typische „weißt du eigentlich wen ich kenne?“ Fan und nutze das Privileg nicht zum eigenen Vorteil aus, aber ich weiß es zu schätzen und fühle mich geehrt.

Mich fasziniert einfach diese facettenreiche Beziehung in der Jesus einerseits Freund und andererseits Gott ist, in der er einerseits liebevoller Wegbegleiter und andererseits gerecht und heilig ist, in der er gleichzeitig verständnisvoll aber auch wegweisend ist. Am meisten aber fasziniert mich, dass ein Gott, der es echt nicht nötig gehabt hätte und sich in seinem weißen Haus oder Himmelspalast hätte verschanzen und von dort regieren können, sich so persönlich kennenlernen lassen will. Deswegen basiert mein Glaube nicht auf Angst und Zwang sondern auf Freimütigkeit!

 

Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis! Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.  So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe! (Hebräer 4,14-16)

 

Das ist nur ein (wichtiger) Aspekt der Auferstehung, der mir dieses Jahr besonders aufgefallen ist. Jesus lebt und das ist unsere Hoffnung!

 

Denn Gott wollte ihnen sagen, dass der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses auch für die anderen Völker bestimmt ist. Und das ist das Geheimnis: Christus lebt in euch! Darin liegt eure Hoffnung: Ihr werdet an seiner Herrlichkeit teilhaben. (Kol 1,27 NLB)

 

 

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