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Stille Zeit – Meine beliebtesten Hilfsmittel

Stille Zeit

Wie versprochen werden wir heute etwas konkreter. Hier kommen die vier (fünf) Dinge, die in meiner Stillen Zeit nicht fehlen dürfen.

1. Ein „War Room“ oder ein „geheimer“ Ort

Tatsächlich rede ich hier von einer Idee, die auf dem gleichnamigen Film basiert. In dem Film beschreibt Miss Clara, wie sie ihren begehbaren Kleiderschrank zu einer Gebetskammer umfunktioniert hat, weil sie dort nicht mit Ablenkungen kämpfen muss, sondern sich voll und ganz auf den geistlichen Kampf konzentrieren kann.

<- Hier geht es übrigens zu dem Film. Ich habe zwar keinen War Room in diesem Sinne, trotzdem habe ich einen festen Ort, an dem ich meine Stille Zeit einfach am liebsten und mit den wenigsten Ablenkungen genießen kann. Für mich persönlich gehört da einfach auch ganz viel Gemütlichkeit dazu – aber bitte nicht soviel, dass ich müde werde, deshalb ist für mich das Schlafzimmer raus. Am allerliebsten sitze ich tatsächlich auf dem Teppich in meinem Wohnzimmer mit einer Tasse Kaffee, indirekter Beleuchtung und im Winter noch einer Kuscheldecke.

Vielleicht ist die Umgebung für dich nicht so wichtig, aber für mich macht sie tatsächlich viel aus. Mein Teppich ist auch kein magischer oder heiliger Gebetsteppich, trotzdem ist er für mich zu einem besonderen Ort geworden. Für mich macht es eben doch einen Unterschied, einen eigenen „geheimen“ Ort zu haben, an dem ich mich immer mit Jesus treffe (ja so geheim ist er jetzt wohl nicht mehr, aber ihr wisst, was ich meine…)

Und an alle Mamas und Papas da draußen… Ich weiß, dass „geheimer Ort“ ein Fremdwort für euch ist. Ich schreibe hier aus der Luxusperspektive eines Singles, also bitte lasst euch davon nicht einschüchtern. Für euch heißt es wohl ganz besonders kreativ zu werden um Gelegenheiten zu schaffen.

  • Hast du schon so einen „geheimen“ Ort gefunden oder ist es dir relativ egal, wo ihr euch verabredet? Denke ruhig unkonventionell, Hauptsache es funktioniert für dich. Gibt es Dinge, die bei dir eine gemütliche, geborgene Stimmung hervorrufen? Was kannst du nutzen, um dein Date mit Jesus vorzubereiten?

 

2. Eine Bibel (oder besser zwei)

Welche Version oder Übersetzung das ist, sei jedem selbst überlassen. Ich selbst habe momentan 2 Favoriten. In meiner Stillen Zeit lese ich gerade ganz gerne die Neue evangelistische Übersetzung (manchmal auch Neue Bibel Heute genannt). Sie liest sich leicht und verschafft einen guten und schnellen Überblick über Handlungen oder Themen. Außerdem mag ich es, bekannte Verse mal in anderer Formulierung zu lesen, denn oft werden wir doch unaufmerksam, wenn uns etwas zu bekannt vorkommt. Mein zweiter Favorit ist die Schlachter 2000, die nutze ich, um mir einzelne Stellen dann noch genauer anzusehen.

So schön alte und stark markierte Bibeln auch sind, halte ich es für sinnvoll, öfter mal eine neue zur Hand zu nehmen, ein unbeschriebenes Blatt quasi. Das kann helfen, nicht immer die altbekannten Antworten zu geben und uns nochmal ganz neu darauf einzulassen.

  • Hast du auch eine Bibelübersetzung für dich entdeckt? Ich meine nicht die, die deine Eltern oder deine Gemeinde bevorzugt liest – mit welcher kannst du dich am meisten identifizieren?

 

3. Andachtsbücher oder eine Bibel App mit Leseplänen

Andachtsbücher gibt es so viele und ich muss sagen, ich nutze sie eher seltener, erwähne sie aber der Vollständigkeit halber, weil das einfach keine persönliche Vorliebe von mir ist, ich sie aber trotzdem nützlich finde.

Unbedingt empfehlen möchte ich euch allerdings die YouVersion App. Inzwischen gibt es dort auch eine gute Auswahl an deutschsprachigen Leseplänen und mehrere Bibelübersetzungen. Man kann (muss man aber nicht) das ganze auch wie ein soziales Netzwerk nutzen und sich mit Freunden über Bibelstellen austauschen, Versbilder erstellen und teilen und sogar Leseplänen zusammen machen und sich über den Text des Tages austauschen. Zwischendurch kann man sich auch Abzeichen verdienen oder sich an Lesepläne per push Nachricht erinnern lassen, was für manche vielleicht ja noch ein zusätzlicher Motivationsschub ist.

Kleiner Tipp: Wenn man eine Bibelversion nutzt, die man herunterladen kann, dann empfehle ich das Handy oder Tablet auf Flugmodus zu stellen um wirklich ungestört zu sein.

4. Post it Zettel oder ein Notizbuch

Ich mag die Post it Variante. Ideen, Gedanken, Fragen oder Beispiele, die mir zu einem Vers einfallen, schreibe ich einfach auf einen Post it Zettel und klebe ihn direkt in meine Bibel. Bei Bedarf kann ich ihn so herausnehmen oder aktualisieren und ich habe den direkten Bezug zum Vers.

Das ist der Teil, wo wir anfangen, uns mit Gott zu unterhalten. Er spricht durch sein Wort und seinen Heiligen Geist und wir reagieren darauf. Aufschreiben hat hier nicht nur den Vorteil, dass es sich besser einprägt und man sich intensiver damit beschäftigt, im Nachhinein hat man so auch noch seinen eigenen Wachstumsprozess protokolliert. Ich finde es sehr ermutigend, Fragen auf älteren Zetteln auf einmal beantworten zu können oder auch zu sehen, dass Dinge, die mir vor einem Jahr noch schwer fielen, inzwischen kein Problem mehr darstellen.

Für die kreativen und künstlerisch begabten unter euch könnte ich mir alternativ auch einen Malblock, schöne Stifte, Washi Tape oder andere Aufkleber vorstellen. Es geht ja hauptsächlich darum, das Wort Gottes nicht nur zu lesen, sondern in einen Dialog zu treten, wie das geschieht, ist wohl ganz individuell.

  • Welche Art der Kommunikation bevorzugst du? Reden? Schreiben? Zeichnen? Wie kannst du für dich persönlich aus einem Lese-Erlebnis ein Gespräch machen?

 

(5. Das Internet)

(Dieser Punkt ist in Klammern, weil ich ihn nicht mehr zur klassischen Stillen Zeit zähle, sondern eher als Ergänzung dazu oder „kleinen Snack“ für zwischendurch)

Das Internet birgt sicher auch viel Schlechtes und kann für Ablenkung sorgen, doch ich bin immer wieder begeistert, wie viele kleine Goldnuggets man dort in Form von Internetseiten, Podcasts, Blogs, Videos etc man dort findet. Viele Seiten, die ich nutze sind leider nicht auf Deutsch, doch wer genug Englisch versteht, dem möchte ich die folgenden Hilfsmittel wärmstens empfehlen:

https://www.studylight.org (Englisch)
Diverse Bibelübersetzungen und eine Fülle an Kommentaren, Lexika, Wörterbüchern und Erklärungen.

https://www.logos.com (Deutsch & Englisch)
Ebenso als App erhältlich. Viele der Inhalte von Studylight überschneiden sich mit denen von Logos, zumindest in der kostenlosen Version. Allerdings hat Logos auch in der kostenlosen Version ein paar deutschsprachige Inhalte zu bieten.

https://www.desiringgod.org/ask-pastor-john (Englisch)
Auch als App oder als Podcast erhältlich. Manche Inhalte der desiringgod Seite sind auch auf Deutsch erschienen, die Ask Pastor John Reihe soweit ich weiß aber noch nicht.
Hier stellen Hörer zum Teil knifflige Glaubensfragen, die John Piper in jeweils etwa 10 minütigen Podcast Episoden beantwortet.

Blogs
Christliche Blogs im Internet zu finden ist manchmal gar nicht so leicht, dabei gibt es doch einige. Deshalb arbeite ich gerade an einer Linkliste, die ich dann in den nächsten Tagen veröffentlichen werde.

Facebook/Twitter
Ich habe bei Facebook/Twitter alle möglichen christlichen Verlage, Bibelschulen und bekannte Persönlichkeiten abonniert. Gerade die Bibelschulen liefern mir regelmäßig gute Gedankenanstöße oder interessante Links.

Speziell für Frauen:

Living Proof Ministries by Beth Moore (Englisch)
iTunes
Google Play Store

Revive our Heearts by Nancy DeMoss Wolgemuth (Englisch)
https://www.reviveourhearts.com

Zwei tolle Frauen, die mich immer wieder neu für den Glauben begeistern und mich zum Wachstum motivieren.

 

Ich hoffe, diese Liste hat dir ein paar Ideen gegeben. Probiere doch einfach mal aus, was für dich am besten funktioniert.

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