Alltägliches

Von außen Kämpfe von innen Ängste

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Eigentlich würde ich ja gerne nochmal über die Sonnenseiten des Lebens schreiben. Die Frühlings- und Sommerzeiten in denen alles aufblüht, man die ersten Früchte erkennen und ernten kann, die unbeschwerten lauen Sommernächte am See oder Meer…

Klar gibt es die – ich hatte gerade eine Woche Urlaub und der war wirklich toll! Trotzdem kennen alle, die in der realen Welt leben, an den meisten Tagen auch die Aussage in der Überschrift „von außen Kämpfe von innen Ängste“. Dieser Satz war Teil einer wirklich tollen und ermutigenden Predigt gestern und ist bei mir total hängengeblieben weil es so ein „Ja, endlich versteht mich jemand!“ Moment war. Dieser Satz stammt übrigens von Paulus:

„Denn als wir nach Mazedonien gekommen waren, fanden wir körperlich keine Ruhe. Von allen Seiten wurden wir bedrängt: von außen Kämpfe, von innen Ängste.“ (2. Korinther 7,5 NBH)
(Den größeren Kontext könnt ihr in 2. Korinther Kapitel 2 und 7 nachlesen)

Von außen Kämpfe von innen Ängste…

Meine Mutter hat davon berichtet, als meine Geschwister und ich in der Schule waren und sie in manchen Dingen gegen das System ankämpfen musste um die best mögliche Förderung für uns zu erreichen. Äußerlich bedeutete das, sich durchzusetzen, für die Kinder stark zu machen und letztendlich zu kämpfen, wo es nötig war. Innerlich bedeutete das aber auch eine große Sorge und Fragen wie „Tu ich das Richtige? Helfe oder schade ich damit? Was, wenn das alles nicht klappt?“ 

Ich kenne Familienangehörige, die kranke Eltern pflegen und von außen Kämpfe, von innen Ängste erleben.

Ich kenne Jugendliche, die sich nicht dem Gruppenzwang beugen wollen und von außen Kämpfe, von innen Ängste erleben.

Ich kenne Geschäftsleute und Visionäre, die mit ihren Träumen von außen Kämpfe und vermutlich auch von innen Ängste erleben.

Ich kenne Missionare, die von außen Kämpfe, von innen Ängste erleben.

Ich höre selbst von den ermutigendsten Predigern, dass sie mit äußeren Anfechtungen und innerlichen Ängsten kämpfen.

Ich kenne zwar nicht jeden, aber ich glaube, dieses Thema zieht sich potenziell durch jede Lebenssituation und jegliche Berufe oder Aufgaben.

Am schönsten an der ganzen Geschichte, bzw Predigt, fand ich aber die Lösung:

Doch Gott, der die Niedergeschlagenen ermutigt, hat uns durch die Ankunft des Titus wieder aufgerichtet -“ (2. Korinther 7,5 NBH)

Lasst uns nicht überlesen, dass Gott es ist, der Paulus wieder aufgerichtet und ermutigt hat, aber die Art und Weise finde ich genial: Durch einen Menschen namens Titus.

Wenn es dir gerade schlecht geht: Wer ist dein Titus? Wer sind die Menschen, die dich positiv beeinflussen und zum Glauben ermutigen? 

Wenn es dir gerade gut geht: Für wen kannst du ein Titus sein? In wessen Situation kannst du Hoffnung sprechen und wem kannst du beim Aufstehen helfen?

 

 

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