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Weißt du eigentlich, wie wichtig du bist?

Braucht Gott uns eigentlich? Kann er was mit uns anfangen auch wenn wir nur ganz normale oder vielleicht sogar unterdurchschnittlich begabte Leute mit vielen Verpflichtungen und wenig Zeit sind? 

Die Antwort ist nein und ja. Nein, er ist nicht auf uns angewiesen. Er brauchte keine Hilfe beim Zusammenhalten des Universums und hat deswegen den Menschen erschaffen. Er hatte kein Problem, zu dem wir die Lösung sind. Er ist sich nicht zu schade, sich selbst die Hände schmutzig zu machen und er braucht auch keine Diener, die das alles für ihn erledigen. Deshalb ganz klar – Nein, Gott braucht uns nicht. Er schafft das auch alleine.

Aber… Gott wollte uns – dich und mich. Er hat uns erschaffen, weil es ihm Freude bereitete und damit wir uns an ihm erfreuen. Jetzt sagst du vielleicht: Aber ich kann nicht gut singen, ich trau mich nicht zu evangelisieren, ich hab Angst vor Kindern, ich kann keinen Kaffee kochen, ich habe keine Zeit, ich bin zu alt und schwach, ich habe zu viele Fehler gemacht, ich kenn mich nicht so gut mit der Bibel aus, ich bin tollpatschig, oder oder oder…

Perfekt! Du bist in bester Gesellschaft! Zu diesem Thema ist seit einigen Jahren ein tolles Video im Umlauf:

Wenn du das nächste Mal denkst, Gott kann dich nicht gebrauchen, schau mal in die Bibel:

Noah war betrunken
Abraham war zu alt
Isaak war ein Träumer
Jakob war ein Lügner
Lea war häßlich
Josef wurde missbraucht
Moses war ein Mörder
Gideon hatte Angst
Samson hatte lange Haare
Rahab war eine Prostituierte
Jeremia war zu jung
David hatte eine Affäre
Elia war ein Selbstmordkandidat
Jesaja predigte nackig
Jona lief weg vor Gott
Naomi war eine Witwe
Hiob verlor alles
Johannes der Täufer aß Heuschrecken
Johannes war selbstgerecht
Die Jünger schliefen ein beim Gebet
Marta hat sich um alles Sorgen gemacht
Maria war zu faul
Maria Magdalena war besessen
Den jungen mit den Fischen und Brot kannte niemand
Die Samariterfrau schlief ständig mit anderen
Zachäus war zu klein
Petrus war zu impulsiv
Markus hatte aufgegeben
Timotheus hatte ein Magenproblem
Und Lazarus – der war tot…

Wenn du das nächste mal denkst, Gott kann dich nicht gebrauchen, schau mal in die Bibel.

Kann es also sein, dass wir eine völlig falsche Frage stellen, wenn wir fragen: „Kann Gott mich eigentlich gebrauchen?“? Denn wenn man die Bibelhelden oben betrachtet, dann ist die Antwort ein eindeutiges „Ja!“.

„Ok, Können, kann er, aber will er denn auch?“, fragst du. Stell dir doch mal einen Vater vor, der im Garten oder meinetwegen am Auto arbeitet. Sohnemann bestaunt das Ganze und fragt irgendwann: „Oh Papa, kann ich dir helfen?“. Vermutlich wäre Papa in 30 Minuten alleine fertig; mit Hilfe seines Sohnes wird es 2 Stunden dauern. Trotzdem darf Sohnemann helfen und bekommt sogar eine ganz wichtige Aufgabe von Papa. Warum? Weil die zwei hier eine gute Zeit miteinander verbringen, Gemeinschaft haben und Beziehung leben. Gott kann dich nicht nur gebrauchen, er freut sich sogar über die gemeinsame Erfahrung.

Ich nenne euch nicht mehr Diener; denn ein Diener weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr nenne ich euch Freunde; denn ich habe euch alles gesagt, was ich von meinem Vater gehört habe. (Joh 15,15 GNB)

Denn diejenigen, die von Gottes Geist gelenkt werden, sind Kinder Gottes. Der Geist, den ihr empfangen habt, macht euch ja nicht wieder zu Sklaven, dass ihr wie früher in Furcht leben müsstet. Nein, ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Kindern Gottes macht, den Geist, in dem wir „Abba! Vater!“ zu Gott sagen. So macht sein Geist uns im Innersten gewiss, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn wir aber Kinder sind, dann sind wir auch Erben, Erben Gottes und Miterben mit Christus, die jetzt mit ihm leiden, um dann auch an seiner Herrlichkeit teilzuhaben. (Röm 8,14-17 NeÜ)

Gott kann dich gebrauchen – egal was vorher war. Gott will dich gebrauchen und mit einbeziehen, denn er liebt die Gemeinschaft mit seinen Kindern. Also ist die Frage vielleicht eher: „Wie kann ich das in meiner Situation möglich machen?“

Zuallererst gehört dazu, eine eventuell gestörte Beziehung zu bereinigen. Wenn du noch einen offenen Konflikt mit Gott hast, dann trage ihn aus. Rede mit ihm. Lass nicht zu, dass etwas zwischen euch steht und dich daran hindert, ihn zu hören oder verstehen.

So spricht der HERR: »Kommt, wir wollen miteinander verhandeln, wer von uns im Recht ist, ihr oder ich. Selbst wenn eure Sünden blutrot sind, sollt ihr doch schneeweiß werden. Sind sie so rot wie Purpur, will ich euch doch reinwaschen wie weiße Wolle. (Jesaja 1,18 HFA)

Wenn du dann immer noch denkst, Gott kann dich nicht gebrauchen, denk nochmal nach.

Wenn du mit einem Haus voller (Enkel)kinder genug zu tun hast, dann liebe sie, wie Jesus sie liebt.

Wenn du voll im Berufsleben steckst und große Verantwortung trägst, dann mach deinen Job gut – zur Ehre Gottes.

Wenn du alt bist, dann teile deine Weisheit mit jemanden, der von deiner Lebenserfahrung lernen möchte.

Wenn du jung bist, dann teile deine innovativen Ideen, nutze deine Zeit und Energie und beweg etwas.

Wenn du bereits zu viele Fehler gemacht hast, dann weißt du wie es anderen geht – sei einfach da für sie.

Wenn du schüchtern bist, dann kümmere dich um die Menschen, die du schon kennst.

Wenn du vorlaut bist, dann lade neue Leute ein.

Wenn du krank bist, dann ehre Gott durch Lobpreis statt Verzweiflung.

Wenn du unbegabt bist, dann hör auf diese Lüge zu glauben und finde heraus, was du kannst!

Wenn du denkst, alle diese Dinge sind doch nicht so wichtig, dann denk nochmal nach. Gott geht es und ging es schon immer um Menschen, ganz besonders die, die von anderen nicht beachtet werden. Vielleicht ist deine Begabung nicht eine, die sofort allen ins Auge springt, das heißt aber noch lange nicht, dass sie unwichtig oder unnütz ist.

Ja, es ist ein Paradoxon. Einerseits sind wir nicht die Hauptdarsteller, denn schließlich soll Gott die Ehre bekommen. Doch andererseits sind wir Gott enorm wichtig, sonst hätte er sehr viel stressfreier ohne Menschen auskommen können. Somit ist die wirkliche Frage vielleicht auch einfach folgende:

„Weißt du eigentlich, wie wichtig du bist?“

Dient einander mit den Fähigkeiten, die Gott euch geschenkt hat – jeder und jede mit der eigenen, besonderen Gabe! Dann seid ihr gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes. Wenn jemand die Gabe der Rede hat, soll Gott durch ihn zu Wort kommen. Wenn jemand die Gabe der helfenden Tat hat, soll er aus der Kraft handeln, die Gott ihm verleiht. Alles, was ihr tut, soll durch Jesus Christus zur Ehre Gottes geschehen. Ihm gehört die Herrlichkeit und die Macht für alle Ewigkeit! Amen. (1. Petr 4,10-11)

 

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